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Wolfgang Amadeus Mozart - Die Zauberflöte (ami 2301/3)
 
Wolfgang Amadeus Mozart - Die Zauberflöte
Amati (ami 2301/3)

Format: Super-Audio CD "SACD" Multi-Channel Stereo (Anzahl Tonträger: 3)
Erscheinungsjahr: 2004
BayerMusicGroup-Verkaufsrang: 126
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Singspiel in 2 Akten (Text Emmanuel Schikaneder)
nach der Originalfassung Wien 1791

Isolde Siebert (Königin der Nacht)
Suzy Le Blanc (Pamina)
Christoph Genz (Tamino)
Cornelius Hauptmann (Sarastro)
Stephan Genz (Papageno)
Marie Kuijken (Papagena)
Knaben des Tölzer Knabenchors
Chor und Orchester La Petite Bande
Dirigent Sigiswald Kuijken


3-CD-Box DDD

Super-Audio CD ”SACD” Multi-Channel Stereo
 
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Rezensionen

Ein Geschenk

Manche Dinge brauchen Zeit. Und manche Dinge schenkt man sich am besten selbst. So hat sich Sigiswald Kuijken, einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis, zu seinem 60. Geburtstag die Aufführung beim Festival im französischen Beaune und die dabei entstandene Einspielung von Mozarts unverwüstlicher "Zauberflöte" wohl auch ein bißchen selbst geschenkt und gesteht im Booklet gleich ein, bisher aus lauter Angst, den ohnehin schon vielen Deutungsversuchen noch einen eigenen hinzuzufügen, einen Bogen um das Werk gemacht zu haben.
Diese Wartezeit aber hat ihre Früchte getragen. Von Klugheit, kindlichem Staunen und dem Wissen um unser Nicht-Wissen geleitet, enthält Kuijken sich bei seiner Interpretation bewußt jeder Deutung der Oper. Er läßt ihr ganz hörbar den Charakter einer Volks- und Märchenoper, deren vielfältige Projektionsflächen und Identifikationsmuster zu füllen damit allein Sache des Hörers bleibt - wenn er den Lust dazu hat und sich nicht mit dem musikalischen Bühnenspektakel als Selbtszweck begnügt.
Diese unakademische, undogmatische Herangehensweise ist zwar nicht gänzlich neu, aber sie führt ungeachtet dessen zu einem entspannteren und unverstellten Operngenuß.
Dabei produziert Kuijken mit seinem Ensemble La Petite Bande einen überraschend kräftige, manchmal sogar derb- zupackenden Orchestersound. Schon in der Ouvertüre strotzen die Musiker nur so vor Kraft und Einsatzfreude. Auf Kosten der Genauigkeit geht dies zum Glück bei ihnen nie, so dass diese Aufnahme ihren Reiz vor allem aus der unerhört frischen Orchesterbegleitung bezieht.

Den Sängern hat Kuijken in Umsetzung seiner Grundidee eine gewisse Zurückhaltung auferlegt, so dass sie ihre Stimme kaum jemals opernhaft aussingen. Gerade beim glänzend disponierten Stephan Genz als Papageno funktioniert das ausgezeichnet. Auch der Tamino von Christoph Genz wirkt so recht frisch und jugendlich. Die 3 Damen erscheinen als hysterisch überdrehte, eigentlich aber doch ganz liebenswerte Truppe. Märchenhaft unschuldig, rein und zum Verlieben singt Suzi LeBlanc die Pamina.
Unter den Solisten fallen als weniger erfreulich nur Isolde Siebert (Königin) und Philip Defrancq (Monastatos) auf. Bei den Arien der Königin der Nacht ist nicht ganz klar, ob das Orchester plötzlich und anders als im übrigen die Tempi verschleppt und die Sopranistin deshalb in Schwierigkeiten gerät, oder ob Isolde Siebert mit den Koloraturen tatsächlich soviel Mühe hat, dass das Orchester Rücksicht nehmen wollte. Jedenfalls klingt das alles recht angestrengt und in der Tonfärbung nicht homogen genug.
Als Monostatos verkörpert Philip Defrancq den bösen, dunkeln, dauergeilen Obersklaven stimmlich und dramatisch nicht ansatzweise überzeugend. Viel zu monochrom und unengagiert ist sein Vortrag. In den Sprechtexten hat er zudem Mühe mit der deutschen Sprache.

Apropos Sprechtexte: Kuijken hat, wie schon andere vor ihm, versucht, die Dialoge an der Idee des Singspiels orientiert und zudem ungekürzt deklamieren zu lassen. Das gerät zumeist durchaus stimmig und wirkt weniger gestelzt, als man meinen könnte. Zudem wird damit durchgängig eine eigene, zauberische Bühnenwelt aufrecht erhalten.
Das Klangbild der am 02. und 04.07.2004 in der Basilika von Beaune aufgezeichneten SACD ist sehr weiträumig und plastisch. Alles, inklusive der Bühnengeräusche, wirkt so lebendig, wie bei einer Live-Aufführung auf der Opernbühne, aber ganz ohne störende Nebengeräusche.

Sven Kerkhoff

Quelle www.musikansich.de
 
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